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Unterkunftssicherung / Ordnungsrechtliche Unterbringung

HERBERGEplus.
Beim Benedikt 11 a
21335 Lüneburg

Kontaktpersonen / Tel / Fax / eMail

Tel 04131 7626-0
Fax 04131 7626-24
servicestelle@herbergsverein.de

Leitung Ordnungsrechtliche Unterbringung
Britta Kämpfer
Tel 04131 7626-41
b.kaempfer@herbergsverein.de

 

Mitarbeiter
André Pluskwa

Tel 04131 7626-14

a.pluskwa@herbergsverein.de

Mitarbeiter

Malte Lärz

Tel. 04131 7626-14

m.laerz@herbergsverein.de


Öffnungs- / Geschäftszeiten

Die HERBERGEplus. ist Montag - Freitag von 8:00 - 18:00 Uhr besetzt.
Ab 18:00 Uhr ist der Nachtdienst erreichbar. Der Nachtdienst steht in Kontakt mit der Rufbereitschaft, die in Krisenfällen kontaktiert wird. So ist gewähr­leistet, dass mit Ausnahme der Wochenenden und Feiertage täglich 24 Stunden vor Ort Ansprechpartner erreichbar sind.
An den Wochenenden sowie an Feiertagen ist tagsüber ausschließlich die Rufbereitschaft erreichbar, ab 18:00 Uhr dann wieder der Nachtdienst direkt vor Ort.

Voraussetzungen für die Unterbringung

Im Sommer 2001 hat der Herbergsverein Wohnen und Leben e.V. per Vertrag (pdf Vertrag ordnungsrechtliche Unterbringung) mit der Stadt Lüneburg die Unterbringung örtlicher obdachloser Einzelpersonen übernommen.  Ziel ist die sofortige Stellung einer menschenwürdigen Unterkunft sowie die schnellstmögliche Versorgung der untergebrachten Personen mit angemessenem mietvertraglich abgesichertem Wohnraum und /oder die Vermittlung in weiterführende Hilfen. Die Prüfung, ob die Voraussetzungen für die Unterbringung einer Person erfüllt sind, obliegt der Stadt Lüneburg. Grundlage für die Unterbringung ist eine von der Stadt Lüneburg ausgestellte Einweisungsverfügung. Der Herbergsverein ist verpflichtet, jede von der Stadt Lüneburg eingewiesene Person in seinem Einrichtungsbestand aufzunehmen.

Die Unterbringung erfolgt vorerst in einem Mehrbettzimmer.  Im Gegensatz zur Stationären Hilfe ist die untergebrachte Person gehalten, sich selbst um ihre notwendige Grundversorgung zu kümmern.

In einem Clearinggespräch (siehe Beschreibung Fachbereich „Wohnen und Unterkunftssicherung) werden unter Beteiligung der untergebrachten Person die nächsten Schritte zur schnellstmöglichen Beendigung der Unterbringung ermittelt. Durch den für diesen Bereich zuständigen Mitarbeitenden des Herbergsvereins wird die Umsetzung der im Clearing verabredeten Schritte begleitet und zur Inanspruchnahme der ermittelten Hilfen motiviert. Bei positivem Verlauf ist der Umzug in ein Einzelzimmer umgehend möglich.
Die Unterbringung ist mit Auszug aus der Einrichtung oder der Inanspruchnahme einer Stationären Hilfe beendet.
Durch die Ermittlung der notwendigen Hilfen und die enge Begleitung der untergebrachten Personen sowie der kontinuierlichen Erweiterung unseres Wohnungsbestandes in der Sozialen Wohnraumhilfe ist es uns gelungen, die durchschnittliche Verweildauer  seit Übernahme der Unterbringung Jahr 2001 um ca. 25 % zu verkürzen. Der Aufenthalt im Obdach betrug im Geschäftsjahr 07.05 – 06.06 ca. 3 Monate.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben 165 Personen (176 Fälle) mit einer Gesamtzahl von 5771 Übernachtungen die Unterbringung in der HERBERGEplus. in Anspruch genommen.

Anfahrtswege

siehe Fachbereich Wohnen und Unterkunftssicherung

Anfahrtsskizze

siehe Fachbereich Wohnen und Unterkunftssicherung

Angaben über Barrierefreiheit

siehe Fachbereich Wohnen und Unterkunftssicherung

Die Geschichte

Das seinerzeit von der Stadt Lüneburg betriebene Obdach war in einem schlechten baulichen Zustand, die dort untergebrachten Personen waren nicht begleitet und die Verweildauer dementsprechend lang.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Lüneburg, dem Arbeitskreis „Wohnungsnot“ und dem Herbergsverein Wohnen und Leben e.V. wurden Ideen entwickelt, wie die vorzufindenden Zustände verbessert werden konnten. Ergebnis war, die Auflösung des Obdachs durch Entstehung von 30 öffentlich geförderten Wohnungen (s.h. Soziale Wohnraumhilfe) sowie die Unterbringung der örtlichen Obdachlosen im Wohnungs- und Einrichtungsbestand des Herbergsvereins.

Zum Vertragsbeginn am 01.07.2001 waren 28 Personen im Obdach untergebracht. Der überwiegende Anteil der Personen war zu diesem Zeitpunkt bereits länger als ein Jahr im Obdach untergebracht.
Bei 14 Personen konnten umgehend verbindliche Absprachen über die Anmietung einer Wohnung nach Fertigstellung der Wohnungen getroffen werden.

Mit den übrigen Personen hat der Herbergsverein in Kooperation mit der drobs und Lebensräume e. V. begonnen, Clearinggespräche zu führen.
Bei dem überwiegenden Anteil der Personen wurden Mehrfachproblemlagen festgestellt. Abhängigkeitserkrankungen mit Schädigungen und prekäre Selbstsorge waren die am häufigsten ermittelten Probleme. Eine direkte Wohnungsnahme konnte nicht in Aussicht gestellt werden. Es kam erschwerend hinzu, dass die betroffenen Personen nicht unmittelbar bereit waren, die angebotenen weiterführenden Hilfen in Anspruch zu nehmen. Durch regelmäßige Kontaktaufnahme und Gespräche ist es uns gelungen, die Personen anzuregen weiterführende Hilfen in Anspruch zu nehmen, so dass bei Baufertigstellung nahezu alle „Altfälle“ mit eigenem Wohnraum versorgt werden konnten.
Mit der Übernahme der ordnungsrechtlichen Unterbringung durch den Herbergsverein hat ein regelrechter „run“ von Personen mit Unterbringungsbedarf auf die Einrichtung stattgefunden. Grundlage des Vertrages zwischen dem Herbergsverein und der Stadt Lüneburg war aufgrund des zum Zeitpunkt der Vertragsverhandlungen vorliegenden Datenmaterials eine durchschnittliche Belegung des städtischen Obdachs von 11,5 Personen im Durchschnitt an jedem Tag. Nach Ablauf des nunmehr 5. Geschäftsjahres im Juni 2006 hat sich die durchschnittliche Inanspruchnahme auf ca. 5500 Übernachtungen von ca.160 Personen eingependelt.