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Neues Mauerwerk für Lüneburgs Herberge

Aktuelles
„Mauer - lieb und teuer“, Landeszeitung, 18.3.2017 (pdf)

Jeder Lüneburger kennt es - das Gebäude für die "Herberge zur Heimat"- heute heißt sie "Herberge plus". Sie liegt am Fuße des Kalkbergs, der eigentlich ein Gipsberg ist und heute als Naturschutzgebiet innenstadtnah Spazier-, Informations- und Erholungsmöglichkeiten bietet. Immer noch ermöglicht eine kleine Aussichtsplattform wunderbare Ausblicke über Lüneburg - obwohl der Berg ursprünglich 10 mal höher war bevor der Gips hier in vorigen Jahrhunderten im großen Stil abgebaut wurde. In der Zeit zwischen 1837- 79 wurde am Fuße des Kalkbergs in der Straße "Beim Benedikt/Sülzwall" eine Kettenstrafanstalt erbaut, deren Insassen im Gipsbruch arbeiten mussten. "Den Gebäudekomplex begrenzt eine hohe Einfriedung aus über einem Findlingssockel aufgeführten Backsteinmauern mit Pfeilervorlagen und einem Bogenportal gegenüber dem Zellenflügel…"
(Böker , D. Denkmaltopographie Hansestadt Lüneburg, 2010)

1921 endete der Gipsabbau, die Gebäude wurden zur Jugendherberge umgebaut. "Im Zuge dessen wurde die Zuchthausmauer 1931 niedergelegt und eine niedrige Einfriedungsmauer (ohne Pfeiler), möglicherweise aus geborgenen Steinen, aufgerichtet. Der Feldsteinsockel gehört wohl noch zur ursprünglichen Gestalt der Mauer."
(Prof. (apl.) Dr. Werner H. Preuß, Mitglied im Arbeitskreis Lüneburger Altstadt, 2015) : ((Foto: 1915_Beim Benedikt 1_Krüger, Franz_ Lüneburg_1928) Vgl. Lüneburgsche Anzeigen, 15.01.1931: "Von der Strafanstalt zur Jugendherberge"; LA 04.07.1931, Ulrich Werther: "Vom Zuchthaus zur Jugendherberge" mit Zeichnung; LA 29.12.1932: "Die Entwicklung der Lüneburger Jugendherberge")."

In dieser Form ist sie bis heute erhalten. "Bis 1939 wurden die Gebäude als Jugendherberge genutzt, später als Flüchtlingsquartier; seit 1968 betreibt der Herbergsverein Lüneburg e.V. im ehemaligen Zellenflügel ein Obdachlosenheim. Trotz mehrerer nutzungsbedingter Umbaumaßnahmen stellen die Gebäude nahe dem Kalkberg noch heute ein anschauliches Beispiel eines Gefängnisbaus des 19. Jh. und ein wichtiges sozial-, bau- und stadtgeschichtliches Zeugnis dar."
(Böker, D. Denkmaltopographie Hansestadt Lüneburg, 2010)

So handelt es sich bei der Herberge plus nicht nur um eine Obdachlosenunterkunft, sondern die Gebäude und das dazugehörige Gelände prägen das Lüneburger Stadtbild zwischen Kalkberg und Altstadt. Daher wurde das Areal unter Denkmalschutz gestellt - auch die Umfriedungsmauer, die über die Jahre durch fehlende Mauerabdeckungen, Wasser und Frost schadhaft geworden ist. Gemeinsam mit der unteren Denkmalschutzbehörde der Hansestadt Lüneburg, der niedersächsischen Landesbehörde für Denkmalschutz, dem Arbeitskreis Lüneburger Altstadt und weiteren Fachleuten wird nun geprüft, wie die schadhafte Umfriedungsmauer fachgerecht restauriert werden kann.

Eines ist dabei schon jetzt klar - der Finanzbedarf zur denkmalgerechten Restaurierung ist so groß, dass er aus Eigenmitteln nicht zu stemmen ist, daher prüft der Herbergsverein nun den Einsatz von

Natürlich sind auch Spenden, eine Unterstützung mit Know-How, Sachmitteln oder Arbeitsleistung willkommen.
Schicken Sie uns einfach eine Mail. Wir freuen uns über jeden Hinweis und jede Aktivität, die zu einer gelungenen Restaurierung der Mauer beitragen kann.

 

Spendenkonto

Sparkasse Lüneburg
IBAN DE94 2405 0110 0050 0183 99
BIC NOLADE21LBG
Verwendungszweck: Sülzmauer

 

Kontakt

Herbergsverein - Wohnen und Leben e. V.
Dörthe Grimm
Projektmanagement

Beim Benedikt 8 a
21335 Lüneburg

Tel 04131.2072-64
Fax 04131.2072-30
d.grimm@herbergsverein.de
www.herbergsverein.de

 

Historie

„Mauer – lieb und teuer“, Landeszeitung, 18.3.2017 (pdf)

Die Mauer muss weg, LZ , 16. Juni 2016,
http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/337517-die-mauer-muss-weg

Mauerwelten: bunte Lückenfüller für altes Bollwerk, LZ, 21. April 2016
http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/322347-mauer-beim-benedikt-bekommt-bunte-lueckenfueller

Herbergsverein: Einsatz für alte Mauer, LZ, 23. November 2015,
http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/282036-herbergsverein-einsatz-fuer-alte-mauer

Der Herbergsverein - Wohnen und Leben e. V. ist als diakonischer Träger der freien Wohlfahrtspflege in unterschiedlichen sozialen Handlungsfeldern im nordöstlichen Niedersachsen tätig. Der Verein hat die Aufgabe, Personen in Lebensverhältnissen, die mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, Menschen mit Behinderung oder bei drohender Behinderung, junge Menschen die der Erziehung oder anderer Jugendhilfe bedürfen, Menschen ohne Arbeit mit erheblichen Benachteiligungen am Arbeitsmarkt zu begleiten und zu fördern.

Dazu gehören Hilfen bei der Beschaffung oder dem Erhalt einer Wohnung, Hilfen bei der Erlangung und Sicherung eines Arbeitsplatzes oder anderer nützlicher Tätigkeit, Hilfen zur Sicherung der Existenz, Hilfen zur Teilhabe am gesellschaftlichen kulturellen, politischen, sozialen und religiösen Leben, Hilfen zur gesundheitlichen Versorgung und Gesundheitsförderung.