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Fortbildungen

 

 

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zur Fortbildung: "Der Fall im Feld" Eingliederungshilfe
Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten

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Im Rahmen unserer Personalentwicklung hat der Erfolgsfaktor Familienfreundlichkeit einen hohen Stellenwert. Im Herbst 2010 haben Mitarbeitende und Führungskräfte von Herbergsverein, neue arbeit, spectrum arbeit und job.sozial an einer Weiterbildung zur:

 

ExpertIn für Familienfreundlichkeit

 

teilgenommen. Die Fortbildung erstreckte sich über insgesamt sechs Fortbildungstage zu Vereinbarkeit von Arbeit und Leben als Querschnittsthema, Rechtsgrundlagen, Modelle flexibler Arbeitsorganisationen und Arbeitszeiten,

Wiedereinstieg nach Familienphase, Gender, Familienfreundlichkeit als Handlungsfeld der betrieblichen Gesundheitsförderung, Pflege, Work-Life-Balance, Persönliche Entwicklungsplanung, Motivation und Einbindung von Führungskräften, Erste-Schritte-Planung und einiges mehr.

 

Einer dieser ersten Schritte ist die Teilnahme aller Führungskräfte am 2-tägigen Seminar:

 

Gender Mainstreaming in Unternehmen und Verwaltungen – Neue Wege zu mehr Effizienz in der Gestaltung von Dienstleistung/Produkt und Betriebskultur

 

Gleichstellung als gelebte Unternehmenskultur bedeutet mehr Motivation und Arbeits­zufriedenheit für alle. Zukunftsfähige Personalplanung heißt auch den besonderen Fähigkeiten unserer weiblichen und männlichen Mitarbeitenden mit neuer Wertschätzung zu begegnen und ihre jeweiligen Sichtweisen noch besser zu integrieren.

 

Die Teilnehmer haben sich u.a. intensiv mit Gender Mainstreaming als Politik- und Organisationsstrategie, stereotypen Leitbildern von Männlichkeit und Weiblichkeit und dem historischen Hintergrund befasst. Letztlich wurden an Beispielen aus den eigenen Arbeitsfeldern praxisbezogene Handlungsansätze entwickelt.

 

Motivierende Gesprächsführung

 

ist ein praxisbezogener Ansatz, um Menschen für Veränderungen zu motivieren und dabei die eigenen Ressourcen zu schonen. Entwickelt im Suchtbereich wird die Methode heute in vielen Bereichen des Gesundheitswesens und in der Sozialen Arbeit genutzt.


Unsere Mitarbeitenden lernen „Motivierende Gesprächsführung“ einzusetzen, wenn KlientInnen in Bezug auf schädigendes Verhalten noch nicht zur Veränderung bereit
sind oder noch kein Problembewusstsein haben.

 

PART Professionelles Handeln in Gewaltsituationen

Im Rahmen der Bemühungen d
es Herbergsvereins um mehr Sicherheit am Arbeitsplatz im Hinblick auf gewalttätiges Verhalten von KlientInnen sich selbst, anderen KlientInnen und Mitarbeitenden gegenüber hat der Herbergsverein sich entschieden, PART, Professionelles Handeln in Gewaltsituationen, als grundlegendes Handlungskonzept im gesamten Herbergsverein zu implementieren. Im Januar 2010 wurden 4 Mitarbeitende als Inhousetrainer in dieser Methode geschult und beginnen noch in diesem Jahr, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterschiedlichen Einrichtungen und Dienste in PART zu qualifizieren.

 

Was ist PART?

PART ist ein Qualifizierungskonzept für Professionelle, die mit Menschen arbeiten, deren auffälliges Verhalten sich manchmal in Gewalt ausdrückt. Es ist ein Handlungskonzept für gewalttätige Notfälle, die von Klientinnen und Klienten ausgehen. Das Konzept richtet sich an Mitarbeitende, die in direkten Kontakt zu den Klientinnen und Klienten stehen. Der Grundsatz des PART-Konzeptes lautet: Die Persönlichkeitsrechte und die Würde des/der Klienten/in zu achten und dabei Sicherheit für alle Beteiligten herzustellen, ist das oberste Ziel des PART-Konzeptes.

Mitarbeitende, die einen systematischen Zugang zur Intervention bei gewalttätigen Vorfällen haben, stehen weniger in Gefahr, während gewalttätiger Zwischenfälle zu verletzen oder verletzt zu werden. Dabei gilt der Grundsatz, die aggressiven oder auch gewalttätigen KlientInnen als Menschen in einer Krise und nicht als Gegner zu sehen. So liegt der Schwerpunkt des Seminars in der Schulung von Selbstkontrolle, der Fähigkeit Risiken abzuwägen sowie auf verbaler Krisenintervention. Für nicht abwendbare Eskalationen hält das Konzept körperliche Interventionstechniken vor, die grundsätzlich keinen Schmerz zufügen und nicht körperlich schädigen.

 

PART setzt also dort ein, wo die Frage: „Ist dieses Verhalten gefährlich?“ mit ja beantwortet werden muss. Es gilt also, irritierendes, nervendes oder auch provozierendes Verhalten von gefährlichem Verhalten zu unterscheiden.